Die erste Schleuderung des Jahres
24. Juni 2023Gestern die Frühtracht geerntet. Vier Völker, je ein Honigraum, zusammen 34 Waben, davon 29 zu mindestens zwei Dritteln verdeckelt. Die restlichen fünf habe ich gespritzt – nichts ist herausgeflogen – und mitgenommen. Refraktometer über alles: 17,2 % Wasser. Ich wollte unter 18, das passt.
Ertrag nach dem Schleudern und Sieben: 38,4 kg. Davon Volk 3 allein gut 13 Kilo, Volk 1 knapp 12, Volk 2 und 4 teilen sich den Rest. Volk 4 ist ein Ableger vom letzten Jahr, von dem hatte ich nicht viel erwartet.
Ablauf, damit ich es nächstes Jahr wieder weiß
- Abends vorher Bienenflucht eingelegt. Am Morgen waren in den Honigräumen noch etwa zwei Dutzend Bienen, die habe ich abgekehrt. Ohne Bienenflucht war es 2022 eine Katastrophe.
- Honigräume in die Küche, Waben entdeckelt mit der Gabel. Die Entdeckelungsgeschirr-Kiste vom Verein ist für vier Völker zu klein, ab 2024 eigene.
- Vierwaben-Tangentialschleuder, handbetrieben. Erst langsam auf einer Seite, wenden, andere Seite ganz, wenden, erste Seite ganz. Wer das überspringt, hat Waben, die brechen.
- Doppelsieb, dann in den 50-kg-Eimer. Zwei Tage stehen lassen, abschäumen, abfüllen.
Die Küche danach: Alles klebt. Der Boden, die Türklinke, der Hund. Meine Frau hat gesagt, das nächste Mal geht das in die Garage, und ich glaube, sie meint es ernst. Also 2024: Garage, Folie auf den Boden, Fliegengitter vor das Tor. Die Bienen finden einen sonst innerhalb von zehn Minuten.
Woher der Honig kommt
Hell, mild, kristallisiert schnell und fein. Das ist Obstblüte mit Löwenzahn und vermutlich ein guter Anteil Raps – das Feld Richtung Bahnlinie stand dieses Jahr in Raps, im nächsten Jahr sicher nicht. Wenn der Honig 2024 dunkler ausfällt und langsamer fest wird, weiß ich warum.
Die Honigräume sind wieder drauf. Was jetzt kommt, ist Linde, Brombeere und mit Glück ein bisschen Robinie, sofern sie nicht verregnet.